Internet-Radio

Ein Internetanschluss ist heute in fast allen Haushalten selbstverständlich, so dass sich auch Radio hören übers Web mit verschiedensten Geräten anbietet. Aber nicht alle onlinefähigen Geräte sind gleich gut dafür geeignet. Nicht selten wird man auf diesem Empfangsweg mit gesonderter Umschaltewerbung konfroniert. Was ist zu beachten, wenn man den Empfangsbereich des eigenen WLANs verlässt? Und wenn das heimische Internet mal ausfällt, dann war es das nicht nur mit Surfen und Streamen, sondern es verstummt natürlich auch der Radiosound.

Es ist sicher naheliegend, einfach das Smartphone zum Radio hören zu nutzen. Wer allerdings einigermaßen guten Klang haben möchte, braucht Bluetooth‑fähige Lautsprecher oder Anlagen. Die müssten dann aber überall dort stehen, wo regelmäßig gehört werden soll. Und welche App bietet sich an? Praktisch jede Station bewirbt bekanntlich die haus­eigene App, doch die bietet nur die wenigen Streams des eigenen Unter­neh­mens an. Eine gute neutrale Radio‑App bietet dagegen wirklich die große Auswahl aus dem Web, oft sogar welt­weit. Schau mal in den blauen Kasten.

Komfortabler kann für zu Hause immer noch ein separates Radiogerät sein. Auch die Nachrüstung der vorhandenen Stereoanlage mit einem Internetradio-Adapter ist leicht möglich. Der gute Klang ist dann kein Thema, eine Fernbedienung ist meist dabei, über eine App‑Auswahl muss man sich keine Gedanken machen und viele bessere Geräte haben auch eine LAN‑Buchse. So ist man nicht allein auf das (vielleicht manchmal schwächelnde) WLAN angewiesen. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede. Wenn du die Anschaffung eines neuen Radios oder einer Aufrüstlösung planst, dann kann dir unser Geräteratgeber mit wertvollen Tipps zu diesem Thema weiter helfen.

Sobald du dein Zuhause verlässt, ob zu Fuß oder mit Öffis, bist du selbstver­ständlich auf deine mobile Internet­versorgung angewiesen, wenn dich auch hier das Webradio auf dem Kopfhörer begleiten soll. Ein Mobilfunktarif mit genügend inkludiertem Datenvolumen ist also unerlässlich. Wenn das verbraucht ist, dann reicht die verbleibende Mini‑Datenrate der allermeisten Tarife nicht zum Radiostreamen.

Bist du mit dem Auto unterwegs, dann bietet sich naturgemäß erst einmal Radio über die Antenne an. Viele Fahrzeuge sind heute aber mit Car‑Entertainment­systemen und großen Touchscreens ausgestattet, mit denen auch das Smartphone verbunden werden kann. Wer also auf sein Wunschprogramm, das es nur im Internet gibt, auch hier nicht verzichten will, kann das natürlich auf diesem Weg hören, und das Smartphone dient quasi als Internetquelle und Zuspieler.

Voraussetzung dafür ist selbstver­ständlich auch hier ein großzügiger Mobilfunktarif mit ausreichendem Datenvolumen, denn jede Radiostunde nagt an dessen Verbrauch. Und ob das noch praktisch ist, wenn das Smartphone gleichzeitig auch navigieren soll und dann vielleicht noch ein Anruf herein kommt, und wie lange der Akku durch hält, das muss jeder für sich entscheiden. Und natürlich für alle nötigen Voraus­setzungen sorgen, wie Datentarif, Energieversorgung, Bereithaltung der erforderlichen Apps etc.

Fazit: Über das Internet wird Radio so vielfältig wie nie zuvor, aber nicht einfacher. Die beschriebenen Aspekte auf dieser Seite zeigen, dass doch so einiges bedacht werden will, um Internetradio wirklich zu einem Genuss werden zu lassen. Dann aber eröffnet sich freilich die weltweite Auswahl aus zigtausenden Stationen. In der täglichen Praxis bietet sich also durchaus ein Mix aus Internet‑ und DAB+‑Empfang an, je nach dem, was gerade schnell und praktisch verfügbar ist, und was das momentane Bedürfnis sagt. Ach ja, es versteht sich, dass die allermeisten Audiostreams kostenlos aufgerufen werden können.

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