Glossar
Unser Glossar listet alle Fachbegriffe und Abkürzungen aus unseren Seiten alphabetisch auf, die nicht unbedingt selbsterklärend sind. Hier kannst du die Bedeutungen und ausführliche Erläuterungen nachlesen. Das Symbol "
" weist auf einen weiteren erklärenden Sprunglink hin.
- Fast alle Ausstrahlungsverfahren für lineare Medien sind inzwischen digitalisiert, weil die Vorteile dieser Verbreitung klar auf der Hand liegen. Ein Beispiel aus dem Kabelnetz des Betreibers Vodafone: Hier wurden die letzten analogen Einspeisungen Anfang 2019 eingestellt. Die zuletzt vorhandenen 30 analogen TV‑Programme belegten alleine etwa so viel Bandbreite wie das gesamte digitale Programmangebot mit rund zehn Mal so vielen Programmen. Dazu zählten auch Pay-TV-Pakete, Fremdsprachenangebote und Hörfunksender.
Hinzu kommt, dass die Digitaltechnik eine deutlich bessere Bildqualität und zusätzliche Services ermöglicht. So ist heute
HD‑Qualität allgegenwärtig, es gibt oft zusätzliche Tonspuren, einen elektronischen Programmführer und andere Annehmlichkeiten. Das alte Analog‑TV bot dagegen nur
SD‑Bilder und zwei Tonspuren, die entweder für Stereo oder für Zweikanalton genutzt werden konnten.
Die letzte noch aktive Analogtechnik in diesem Bereich ist der
UKW‑Hörfunk, für den es aber längst den digitalen Nachfolgestandard
DABplus gibt. Zur Veranschaulichung der Effektivität: Während z. B. in Hamburg die Ausstrahlung des einen Programms "NDR 2" über UKW mit einer Leistung von 80 kW erfolgt und eine eigene Sendefrequenz belegt, benötigt der komplette
NDR‑Multiplex mit acht enthaltenen Programmen und Zusatzdiensten über DABplus ebenfalls nur eine Sendefrequenz, und das mit nur 10 kW Leistung. Zur Vergrößerung der Reichweite ist eine zweite Sendeanlage mit 8 kW Leistung sogar auf die selbe Sendefrequenz synchronisiert, was bei analogen Sendeanlagen nicht möglich ist.
◄ Zurück zur Vorseite - Stationäre Geräte mit
DAB+-Empfang und Internetradio‑Funktion können idealerweise mit mehreren zusätzlichen Anschlussbuchsen ausgestattet sein, um entsprechende Nutzungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Der Anschluss einer externen Antenne kann den terrestrischen Empfang gegenüber der eingebauten Teleskopantenne deutlich verbessern. Das kann je nach Empfangssituation eine Zimmerantenne oder auch eine Flachantenne für die Außenmontage sein. Diese werden meist entweder mit einem F‑Stecker oder mit einem männlichen IEC‑Stecker angestöpselt. Welche Steckerart dabei zum Einsatz kommt, ist technisch egal. Sie sind kompatibel und bei Bedarf wird ein passender Adapter verwendet. Bei Außenmontage kann das Antennenkabel mit einer Fensterdurchführung ohne Bohren (z. B. durch die Balkontür) nach innen geführt werden.
Über eine "Optical‑OUT" Buchse kann das Radio, alternativ zum Analogausgang, auch digital mit einem Verstärker oder einer Stereoanlage verbunden werden, wenn diese(r) über einen optischen Audioeingang verfügt. Damit lässt sich die Klangqualität nochmals verbessern. Aber auch der herkömmliche Anschluss über "3,5 mm Klinke" oder über "2 x Cinch" (auch hierfür gibt es Adapter, wenn nötig) sorgt schon für einen guten Klang.
Mit einem
Ethernetkabel lässt sich die Einbindung ins Internet ohne WLAN realisieren. Damit umgeht man mögliche Empfangsprobleme durch ein zu schwaches Signal und die Notwendigkeit der Eingabe des Passworts für die Netzwerkverschlüsselung.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Applications, also Anwendungen über das Internet. Um die Dienste z. B. eines Internet‑basierten TV‑Anbieters auf einem Smart‑TV oder einem Streamingdevice nutzen zu können, muss zuerst die passende App auf dem Gerät installiert sein. Sie beeinhaltet die Software mit den benötigten Funktionen. Nicht alle Smart‑TVs beherrschen alle Apps. Dabei kommt es unter anderem auf das Alter des Gerätes und das darauf laufende Betriebssystem an. Wenn sich benötigte Apps nicht auf dem Gerät installieren lassen, dann hilft ein
Streaming‑Stick oder eine Box, die an den HDMI‑Port angeschlossen wird.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Digital Audio Broadcasting. Das "plus" steht für die 2. Generation, die mit einer effektiveren Komprimierung arbeitet und die Indoor-Empfangseigenschaften verbessert hat. Das gilt heute als aktueller Standard für Radioempfang über Antenne. Mit diesem Standard werden in Deutschland (und vielen anderen Ländern) digitale Radioprogramme terrestrisch, also "erdgebunden" ausgestrahlt. Diese sind ohne großen Aufwand frei zu empfangen. Schon über einen
Multiplex (und somit eine Frequenz und Sendeanlage) können in ordentlicher Stereo‑Qualität problemlos 16 Programme ausgestrahlt werden, und das gleichberechtigt und rauschfrei.
So werden z. B. in der Region Lübeck über 4 Multiplexe ca. 50 Programme angeboten. In Metropolregionen wie Hamburg und Berlin oder in sehr gut ausgebauten Bundesländern wie Bayern sind es noch deutlich mehr. Der Standard gilt deshalb als Nachfolger der analogen
UKW‑Technik. Der alte DAB Standard hat dagegen praktisch keine Bedeutung mehr.
◄ Zurück zur Vorseite - In der analogen Radiowelt war man einst froh, dass es neben dem zuständigen öffentlich‑rechtlichen Anbieter noch zwei, drei regionale private Programme gab, die die bescheidene Auswahl bereicherten. Meist verkamen diese Angebote nach und nach aber immer mehr zu einer Art Standardbrei aus "Die Superhits der 80er, 90er und das Beste von heute", dazu viel belangloses Gequatsche, wenig umfangreiche Playlists, viel Werbung und ganz viel Eigenlob mit Titelanspielungen, die dann gar nicht kommen. Diese mehr nervenden als unterhaltenden Inhalte werden oft als "Dudelfunk" bezeichnet, der nur aus reiner Gewohnheit im Hintergrund läuft.
Dass das heute gar nicht mehr nötig ist, zeigt die in der digitalen Welt viel reichhaltigere Vielfalt, die man mit einem
DAB+‑Radio sogar ohne Internet und mit Internetradio sowieso genießen kann. Anbieter z. B. mit Musik aus einem bestimmten Jahrzehnt oder Genre, auf das du gerade Lust hast, oder sogar reine Künstlerchannels deiner Lieblingsband sind heute reichlich vorhanden. Es lohnt sich also, alte Gewohnheiten über Bord zu werfen und Radiosender genau so bewusst auszuwählen, wie das bei Fernsehen und Streaming längst üblich ist. Und je nach Situation und Stimmung regelmäßig zu wechseln, was heute mit Preset‑Tasten und Favoritenlisten problemlos und schnell funktioniert.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Digital Video Broadcasting – Cable. Mit diesem Standard werden in Deutschland (und anderen Ländern) digitale TV‑ und Radioprogramme in die Breitbandkabelnetze eingespeist. Inzwischen stehen jedoch je nach Anbieter nicht mehr alle Programme mit dieser Technik zur Verfügung. So sind zahlreiche buchbare Fremdsprachenpakete im Vodafone Kabel nur noch mit hauseigenen
Empfangsboxen zu sehen. Auch der Pay‑TV‑Anbieter Sky hat kürzlich aus Einsparungsgründen diverse Programme aus dem Standard heraus genommen und stellt diese nur noch per
IP‑Stream zur Verfügung.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Digital Video Broadcasting – Satellite. Die "2" steht für die 2. Generation, die eine deutlich effektivere Komprimierung bietet. Mit diesen Standards sind weltweit digitale TV‑ und Radioprogramme über TV‑Satelliten zu empfangen. Beide Generationen des Standards werden derzeit parallel eingesetzt.
Obwohl die 1. Generation wesentlich ineffektiver arbeitet, ist sie auf diversen
Transpondern weiterhin im Einsatz. Einer der Gründe ist wohl, dass gerade alteingesessene große Medienunternehmen eine technische Umstellung ihrer
SD‑Programme scheuen, obwohl sie damit Übertragungskapazität einsparen könnten. Eine Umstellung auf die 2. Generation würde in den Haushalten einen Sendersuchlauf erforderlich machen, im Extremfall sogar ein neues Empfangsgerät. Hier ist die Angst, Haushalte mit der gewohnten Programmspeicherung ganz zu verlieren, offenbar größer als das Einsparpotential.
Vereinzelt werden Programme nicht mehr mit dieser Technik ausgestrahlt. Statt dessen wird dann über den SAT‑Transponder nur eine Hinweistafel mit einem Link gesendet, der einen
IP‑Stream mit dem verknüpften Programm aufruft. Diese Wiedergabe erfordert freilich, dass der Empfänger mit dem Internet verbunden ist. Momentan passiert das im deutschsprachigen Raum nur bei sehr kleinen Anbietern. Da der Pay‑TV‑Anbieter Sky im Kabel aber bereits große Teile seiner Programme auf IP‑Technik umgestellt hat, könnte eine solche Änderung in absehbarer Zeit auch über Satellit anstehen.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Digital Video Broadcasting – Terrestrial. Die "2" steht für die 2. Generation, mit der die Sendungen nicht nur in
HD‑Qualität zur Verfügung stehen, sondern auch mehr Programme pro
Mux übertragen werden können. Mit diesem Standard sind in Deutschland (und anderen Ländern) digitale TV‑Programme ohne großen Aufwand über eine Antenne zu empfangen. Die Ausstrahlung erfolgt somit terrestrisch, also "erdgebunden". Der Vorgänger "DVB‑T", bei dem nur max. 4 SD‑Programme pro Mux gesendet wurden, hat praktisch keine Bedeutung mehr.
Moderne SmartTV‑Geräte und geeignete Receiver können neben den ausgestrahlten auch weitere Programme in der Senderliste anzeigen, die nur über das Netz empfangbar sind. So wächst die Auswahl von rund 40 auf über 70 Programme, wenn der Empfänger mit dem Internet verbunden ist. Diese Programme sind in der Liste an den Zusätzen "(Internet)" [mehr öffentlich‑rechtliche Programme] bzw. "(connect)" [mehr Programme via Freenet] zu erkennen.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Free Ad‑Supported Streaming Television. Hierunter versteht man Programme, die im Allgemeinen nicht über klassische Rundfunktechnik ausgestrahlt, sondern über diverse Web‑TV‑Anbieter oder die Plattformen verschiedener TV‑Hersteller angeboten werden, aber darüber frei empfangbar sind. Sie finanzieren sich über Werbung. Sie sind auch dann noch zu sehen, wenn z. B. ein Waipu oder Zattoo Vertrag gekündigt wurde und die kostenlos abrufbaren Inhalte auf dem Free‑Account verbleiben. ◄ Zurück zur Vorseite
- Fast alle haben schon mal gehört, dass Glasfaser gut ist, aber die wenigsten wissen, was das genau bedeutet. Daher kommt es immer wieder vor, dass Kommunikationsunternehmen und Vermarkter, aber auch Hausverwalter und Vermieter sehr inflationär und zu oft leichtsinnig mit diesem Begriff umgehen. Entsprechend groß ist die Verwirrung beim Konsumenten, und das wird all zu häufig ausgenutzt. Deshalb ist es wichtig, bei Bedarf nachzufragen, was genau angeboten wird.
Wenn ein Glasfaseranschluss tatsächlich bereits in eine Wohneinheit verlegt worden ist oder werden soll, dann sprechen die Anbieter gerne von "Echter Glasfaser". Hierfür wird das Kürzel FTTH verwendet. Die Abkürzung steht für Fibre To The Home. Nur bei solchen Anschlüssen wird der Lichtwellenleiter (LWL) direkt bis in die Wohnung des Teilnehmers gelegt und nur das gilt als zukunftssicher! Und nur so erhältst du wirklich die schnellste Technologie und die Möglichkeit gleicher (also symmetrischer) Bandbreite für Up‑ und Download. Die technologische Leistungsfähigkeit ist quasi wie Wolkenkratzer vs. Einfamilienhaus.
Leider wird immer wieder behauptet, man würde "Glasfaser" anbieten, obwohl man in Wahrheit doch nur für einen VDSL‑ oder Kabelanschluss unterschreiben soll. Die angeblichen "Fachkräfte" verschweigen hierbei gerne, dass es sich nur um einen Glasfaseranteil in dem jeweiligen Gesamtleitungsnetz handelt, welcher das Netz schneller machen soll. Der ist jedoch heute in jedem Netz verbaut und nichts Besonderes. Tatsache ist, dass die Anbindung beim Teilnehmer trotzdem mit langsamem Kupferkabel erfolgt.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere beim
Kabel‑Internet von Vodafone immer wieder von "Kabel‑Glasfaser" zu hören und zu lesen. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass eine wachsende Anzahl von Verbindungen innerhalb des Kabelnetzes mit Glasfaserstrecken realisiert wird, um die Internetgeschwindigkeit im Gesamtnetz zu erhöhen. Spätestens die "letzte Meile" zum Kunden bleibt jedoch ein schlichtes Kuper‑Koaxialkabel. Ähnlich gilt das auch für das
(V)DSL‑Netz der Telekom. Auch hier sind immer wieder Berater unterwegs, die "Glasfaser" versprechen, weil es im Netz natürlich auch Glasfaserstrecken gibt. In der Anschlussdose zuhause sind aber nur zwei simple Kupferdrähte. Das ist für den User sozusagen der Flaschenhals.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für High Definition Television, also "hoch auflösendes" Fernsehen. Das gilt heute als aktueller Standard für lineares Fernsehen. HD‑Aussendungen erfolgen immer im 16:9‑Breitbildformat. Stehen "alte" 4:3‑Sendungen auf dem Programm, so werden schwarze Füllbereiche links und rechts vom Bildinhalt "mitgesendet". In manchen Sendungen sieht man auch, dass statt dessen die Seitenflächen z. B. mit unscharfen Bildspiegelungen gefüllt werden. Über Satellit und Kabel kommen zwei verschiedene HD‑Standards zur Ausstrahlung, nämlich HDTV und Full‑HD.
Die Bildauflösung bei HDTV beträgt normalerweise 1280 x 720 Pixel, die Übertragung erfolgt "progressive". Bei diesem Vollbildverfahren wird mit jedem Durchlauf die vollständige Bildinformation erneuert. Oft wird für solche Übertragungen das Kürzel "720p" verwendet. Die Europäische Rundfunkunion empfiehlt 720p als derzeit optimale HD‑Lösung. Das führt zu einer besseren Bildqualität und flüssigeren Bewegungen bei schnellen Szenen (z. B. Sportübertragungen). Daher verwenden die öffentlich‑rechtlichen Anbieter in Deutschland und vielen westeuropäischen Ländern diesen Standard.
Bei Full‑HD werden hingegen normalerweise 1920 x 1080 Pixel übertragen, aber "interlaced". Es wird also das von
SD bekannte Zeilensprungverfahren angewendet. Solche Übertragungen werden häufig mit dem Kürzel "1080i" gekennzeichnet. Dieser Standard wird von den meisten deutschen Privatprogrammen angewendet. Er bietet eine höhere Bildauflösung und spart Bandbreite ein.
Anders ist es beim Antennenempfang in Deutschland. Die meisten Programme werden in diesem Fall in Full‑HD und "progressive" übertragen, da dieses derzeit nur der DVB‑T2‑Standard vorsieht. Es kommen also 1920 x 1080 Pixel und das Vollbildverfahren zum Einsatz. Dementsprechend findet das Kürzel "1080p" Verwendung. Die sichtbare Bildqualität bleibt gleich, da die Signale von 720p bzw. 1080i hochskaliert werden.
Auch bei HD‑Ausstrahlungen werden vereinzelt geringere Auflösungen verwendet, meist von kleineren Veranstaltern.
◄ Zurück zur Vorseite - Auch über diese Empfangsarten stehen grundsätzlich Radioprogramme zur Verfügung. Dabei gilt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten. In einigen Bundesländern werden wenige Hörfunkprogramme auch über
DVB‑T2 abgestrahlt, was man in der Praxis aber vernachlässigen kann.
Über eine SAT‑Anlage können fast alle Radioprogramme der ARD empfangen werden. Darüber hinaus bieten einige private Anbieter eine SAT‑Ausstrahlung an. Viele regional übliche oder via
DAB+ gewohnte Programme fehlen jedoch. Zudem werden viele in einem neueren effektiveren Komprimierungsverfahren (AAC) abgestrahlt, das einige ältere Empfänger noch nicht beherrschen. Mit Geräten, die nur das ältere MP2‑Verfahren beherrschen, ist die Radiosenderauswahl inzwischen bescheiden. In jedem Fall erfolgt die Aussendung im
DVB‑S(2)‑Standard. Somit können sie nur mit modernen Fernsehern oder mit SAT‑Receivern empfangen werden. Inwieweit das zum regelmäßigen Hören praktisch und komfortabel ist, muss jeder für sich entscheiden.
Auch über einen Kabelanschluss können fast alle Radioprogramme der ARD empfangen werden. Die meisten werden allerdings auch hier im neueren effektiveren Komprimierungsverfahren AAC abgestrahlt, das einige ältere Empfänger noch nicht beherrschen. Im Bereich der privaten Anbieter werden in der Regel alle regional üblichen Programme im MP2‑Verfahren eingespeist. Auf einige Stationen, die man via
DAB+ gewohnt ist, muss man auf diesem Weg allerdings verzichten. In jedem Fall erfolgt die Aussendung im
DVB‑C‑Standard. Somit können sie mit modernen Fernsehern empfangen werden, was eher unpraktisch sein dürfte und unnötige Energie verbraucht. Es werden am Markt aber ein paar reine DVB‑C‑Radiogeräte speziell für den Kabelempfang angeboten.
◄ Zurück zur Vorseite - Ohne ausreichende Geschwindigkeit können heutige Online‑Anwendungen nicht störungsfrei laufen. Zu viel gebuchter Speed kann aber jeden Monat unnötig ins Geld gehen. Ein Geschwindigkeitstreiber in der Onlinewelt sind Bewegtbildinhalte, also Video‑Streaming, wozu auch
Internet‑TV gehört. Für HD‑Qualität werden je nach Dienst meist 6 ‑ 16 MBit pro Sekunde benötigt. Bei
UHD‑Inhalten können es schon 50 MBit sein. Anspruchsvoll sind auch Homeoffice mit Video‑Calls und Online‑Games mit aufwändiger 3D‑Grafik. Je mehr Geräte den Anschluss gleichzeitig benutzen, desto mehr Speed sollte er aufweisen.
Der Download (auch Downstream) ist für ankommende, also heruntergeladene Inhalte relevant. Entsprechend ist der Upload (auch Upstream) für die Datenmengen wichtig, die gesendet, also hochgeladen werden. Die meisten Internettarife sehen eine geringere Uploadrate vor, als Downloadspeed zur Verfügung steht. Neben der Geschwindigkeit spielt für ein ungetrübtes Onlineerlebnis auch die
Latenz des Anschlusses eine Rolle.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Internet Protocol Television. Mit stetig steigenden Geschwindigkeiten der Internetanschlüsse wurde es fast zur Selbstverständlichkeit, dass auch Bewegtbilder in hoher Qualität übertragen werden können. Das nutzen Anbieter natürlich auch dazu, lineares Fernsehen über das Internet zu transportieren. Technisch gesehen ist das keine Rundfunkübertragung wie bei den DVB‑Standards (Broadcasting), die an alle Empfänger gleichförmig ausgestrahlt wird, sondern Video‑Streaming, das auf Nutzeranforderung individuell ausgespielt wird. Nur sind die sichtbaren Inhalte in diesem Fall natürlich identisch.
In Fachkreisen ist man sich jedoch nicht über die exakte Definition einig. Manche sagen, IPTV seien nur solche Services, die in geschlossenen Netzen arbeiten. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist, dass bestimmte buchbare Inhalte im Vodafone Kabel, wie Fremdsprachenprogramme und Pay‑TV, nur über hauseigene
Set‑Top‑Boxen (GigaTV‑Geräte, SkyQ‑Receiver) empfangbar sind. Für Anbieter, die ihren "TV via Internet" Service über die eigene App auf neutralen Geräten und über jeden beliebigen Internetanschluss anbieten, hat sich der Begriff
OTT‑TV etabliert.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Data Over Cable Service Interface Specification. Mit diesem Standard werden in Deutschland (und anderen Ländern) schnelle Datenübertragungen in den Breitbandkabelnetzen durchgeführt. So wurde eine mit den anderen Zugangstechnologien konkurrierende technische Plattform für den Internetzugang in die Kabelnetze integriert.
Da es sich um eine eigenständige Technologie handelt, benötigt man für Kabel‑Internet einen speziellen Router. Geräte für DSL- und/oder Glasfasertechnik sind an einem solchen Anschluss nicht einsetzbar. Der Standard kann höhere Geschwindigkeiten als
VDSL erreichen, ist einem
Echten Glasfaseranschluss aber unterlegen.
◄ Zurück zur Vorseite - Kein moderner digitaler Dienst kommt heute ohne Datenkomprimierung aus. Zur Veranschaulichung: Das letzte digitale Medium ohne Komprimierung ist die Audio‑CD. Eine ursprüngliche CD bietet dabei Platz für bis zu 74 Minuten Musik. Später kam die DVD auf den Markt, die bekanntlich genau so aussieht und die gleiche Größe hat. Warum kann sie trotzdem einen ganzen Spielfilm, mehrere Tonspuren und Extras enthalten, und das obwohl Bewegtbilder viel mehr Datenvolumen benötigen als nur Ton? Weil die digitalen Daten komprimiert werden und die Datenmenge so deutlich reduziert wird. Okay, und weil es bei der DVD meist eine zweite Datenschicht gibt, die vom abtastenden Laser nach Bedarf anfokussiert werden kann.
Eine solche Datenkomprimierung gibt es auch bei allen üblichen digitalen Übertragungsverfahren, von linearen Rundfunkausstrahlungen wie die DVB und DAB Standards bis zum Streaming via Internet. Je neuer ein Standard ist, desto effektiver ist in der Regel auch die enthaltene Komprimierung. Anders wäre es nicht möglich, die heute übliche Vielzahl an Signalen und deren hohe Qualität sinnvoll auszuspielen.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Local Area Network, also örtliches Netzwerk. Geräte mit einer solchen Anschlussbuchse können per Netzwerkkabel direkt an den Internet‑Router angeschlossen werden und so online gehen. Somit benötigt man keine WLAN‑Verbindung, keine Verschlüsselung und man ist vor zu schwachen Funksignalen geschützt. Statt dessen muss natürlich die Kabelverlegung möglich sein. Man spricht auch von Ethernet‑Technik und entsprechend von Ethernet‑Kabeln. Auch sehr lange Kabel mit z. B. 20 oder 30 Meter sind problemlos im Haushalt einsetzbar.
Die drahtlose Alternative heißt WLAN (Wireless LAN). Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn das internetfähige Gerät keine LAN‑Buchse hat (z. B. Smartphones, Streamingsticks) oder die Kabelverlegung nicht möglich ist. Nachteil ist, dass der Datendurchsatz von der Empfangsstärke abhängig ist, die wiederum durch größere Entfernungen und Hindernisse wie Wände und Störeinstrahlungen leiden kann. Zudem braucht ein privates WLAN‑Netzwerk eine Verschlüsselung (mind. WPA2), da die Signale naturgemäß nicht an der Wohnungstür halt machen und sonst Unbefugte wie Kriminelle das Netzwerk missbrauchen könnten, wofür der Anschlussinhaber u. U. haftbar gemacht werden kann.
◄ Zurück zur Vorseite - Alle modernen linearen Übertragungswege unterliegen heute einer Latenzzeit, also der Zeitspanne zwischen Live‑Ereignis und Empfang. Das liegt an Übertragungsstrecken zu und von den Satelliten, Zeitdauer für die digitale Signalverarbeitung und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Prozessoren in Empfangsgeräten. Dabei weisen die verschiedenen Empfangsmethoden unterschiedlich hohe Latenzzeiten auf. Auch von Programm zu Programm können die Zeiten unterschiedlich sein. Bei den meisten Inhalten spielt das praktisch keine Rolle, kann aber bei Live‑Sportübertragungen oder Studiouhren mit Sekundenanzeige unangenehm auffallen.
Das schnellste TV‑Signal erhält man in der Regel beim
Satelliten-Direktempfang. Kurz danach kommt meist das
terrestrische DVB‑T2‑Signal an. In beiden Fällen sprechen wir von wenigen Sekunden. Bei einem
Kabelanschluss des meistverbreiteten Anbieters Vodafone können schon mal 10 Sekunden bis zur Ausspielung vergehen. Deutlich länger benötigt das Signal bei den zahlreichen
Internet‑basierten Anbietern. Bei MagentaTV und waipu.tv haben wir gut 30 Sekunden gemessen, bis der "Tooorjubel" ertönen kann.
Auch bei Internetanschlüssen selbst gibt es Latenzen. Hier ist das die Laufzeit zwischen dem "Klick" und dem Empfang der angeforderten Rückmeldung des Servers. Bei Speedtests wird diese Laufzeit als "Ping" in Millisekunden ausgegeben. Während leitungsgebundene Anschlüsse oft bei 10 bis 15 ms liegen, kann es im
Mobilfunk oder bei LEO‑SAT‑Verbindungen etwas mehr sein. Bei
GEO‑SAT-Anschlüssen brauchen die Signale mit meist über 600 ms wesentlich länger und sind daher für Onlinegames ungeeignet. Auch das Laden komplexer Webseiten kann sich dadurch verzögern.
◄ Zurück zur Vorseite - Neben den leitungsbasierten Anschlussarten wurde auch das mobile Internet in den letzten Jahren leistungsfähiger und günstiger. Derzeit dominieren zwei Techniken diesen Markt. Die Ältere ist LTE, auch 4G genannt. Die Abkürzung steht für Long Term Evolution. Bei diesem Mobilfunkstandard der vierten Generation werden schon beachtliche Datenübertragungsraten in verschiedenen Frequenzbändern ermöglicht.
Noch schneller fließen die Daten in 5G‑Netzen, also dem Mobilfunkstandard der fünften Generation. Das bedeutet aber auch, dass ein zu knapp bemessenes Datenvolumen im gebuchten Tarif schnell aufgebraucht sein kann. Für 5G‑Verbindungen ist zwingend ein 5G‑taugliches Smartphone oder ein entsprechender Mobilfunk‑Router nötig.
◄ Zurück zur Vorseite - Bei digitalen Rundfunkaussendungen (z. B. DVB und DAB) werden die Programme nicht einzeln, sondern in ganzen Multiplexen (kurz "Muxe") gesendet. Ein Mux ist also ein Datenstrom, der mehrere digitale Fernseh- und/oder Radioprogramme sowie evtl. Zusatzdienste bündelt und gemeinsam über eine Frequenz überträgt. Beim Satellitenempfang spricht man dabei von einem
Transponder, bei Kabel- und Antennenempfang von einem Kanal. Im Empfangsgerät werden die enthaltenen Programme in einer Liste aufgeführt und das gewünschte Programm kann ausgewählt werden.
So enthalten die öffentlich-rechtlichen TV‑Muxe bei Antennenempfang in Deutschland meist je 5 HD‑Programme, auf den Muxen der privaten Programme des Anbieters Freenet‑TV werden (mit einer Ausnahme) je 7 Full‑HD‑Programme übertragen. Im Kabel von Vodafone sind auf manchen Kanälen bis zu 20 SDTV‑Programme + 12 Radioprogramme zusammengeführt. Einige deutschsprachige Astra SAT‑Transponder enthalten bis zu 12 TV‑Programme. DAB+‑Muxe mit privaten Stereo‑Programmen übertragen meist 16 Radioprogramme. Manchmal wird ein Mux auch als "Bouquet", "Programmbouquet" oder "Ensemble" bezeichnet.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Over-the-top Television. Diverse Anbieter stellen lineares Fernsehen über das Internet bereit, und zwar auf neutralen Geräten wie Smart‑TVs, Streaming‑Sticks oder Web‑TV‑Boxen, und nutzbar über jeden beliebigen Internetanschluss, der eine ausreichende Geschwindigkeit liefert. Diese Services werden immer mehr als Alternative zum Kabelanschluss oder zur SAT‑Anlage angeboten und sind flexibler nutzbar als frühere
IPTV-Dienste. Die meistgenutzten Anbieter in diesem Segment sind derzeit waipu.tv und die aktuelle 2.0‑Version von MagentaTV.
◄ Zurück zur Vorseite - Schon im Jahr 2013 prägte der Voreigentümer Kabel Deutschland den Begriff "Plattformstandard", als er wegen eines Streits mit ARD und ZDF die Qualität seiner TV‑Einspeisungen absenkte. Was einst politisch motiviert war, hat heute im Kabelnetz von Vodafone eher mangeltechnische Gründe. Nach wie vor sind die Hausverteilungen bei klassischen Kabelanschlüssen mit Kupfer-Koaxialkabeln realisiert. Diese Technik war ursprünglich nur für den Transport von TV‑ und Radiosignalen, also für Rundfunkausspielungen, ausgelegt und wurde im Wesentlichen schon vor 40 Jahren so ausgeführt.
Heute müssen sich Internet‑ und Rundfunksignale das Frequenzspektrum des Anschlusses teilen, um in die Wohnung zu gelangen. Deshalb führt der Anbieter Vodafone alle paar Jahre Senderumbelegungen durch. Für echte Rundfunkeinspeisungen via
DVB‑C werden immer weniger Kanäle verwendet, für Internet um so mehr. Immer mehr TV‑Programme wandern in die
IP‑Verbreitung, wie bereits bei zahlreichen Sky‑Stationen und Fremdsprachenangeboten geschehen.
In die verbliebenen
Muxe werden daher häufig auffällig viele Programme gequetscht, was die Bildqualität beeinträchtigen kann. Insbesondere bei schnell bewegten und oft wechselnden Bildinhalten entstehen leicht Artefakte und Unschärfen. So will man Kapazitäten und Geschwindigkeiten bei den Internet‑Anschlüssen erhöhen und eine Art
"Glasfaser‑Feeling" erzeugen, wo die Wohneinheiten in Wirklichkeit nur über Kupfer‑Koaxialkabel versorgt werden.
◄ Zurück zur Vorseite - Heute werden Webseiten auf einer Vielzahl unterschiedlichster Endgeräte angezeigt, vom Smartphone über Tablet und Laptop bis hin zum Fernseher. Zudem nicht nur quer wie auf einem Standardmonitor, sondern gerade bei mobilen Geräten oft auch hochkant. Wenn die Webseite so gestaltet ist, dass sich die Inhalte und Elemente je nach Bildschirm und Ausrichtung anpassen und automatisch für die Situation passend dargestellt werden, spricht man von einem "responsiven Design".
In dieser Webpräsenz werden z. B. die Themenfelder unserer Willkommenseiten auf dem PC-Monitor 3‑spaltig angezeigt. Auf einen kleineren Querformatschirm passen dagegen nur zwei Spalten, der Rest erscheint darunter. Ruft man die Seite hochkant mit einem Smartphone auf, rücken mangels Breite alle Felder untereinander. Zudem wird dann zur Platzersparnis das Logo ausgeblendet. Das bedeutet zwar mehr Scrollen, aber alles wird vollständig und gut lesbar dargestellt.
◄ Zurück zur Vorseite - Auch über Satellit kann man Internetanschlüsse realisieren, wenn eine passende bidirektionale Anlage eingesetzt wird. So können Daten auch hochgeladen werden, was Voraussetzung für Internetnutzung ist, wenn auch mit Einschränkungen. Früher eingesetzte Hybridlösungen, die über SAT nur empfangen haben und mit einem Upload via Festnetzmodem gekoppelt waren, gibt es praktisch nicht mehr. Mit Schwankungen bei der Datenrate wegen Wetterbedingungen oder abendlicher SAT‑Nutzung muss allerdings gerechnet werden. Es stehen zwei grundlegend verschiedene Techniken zur Verfügung.
Die GEO‑Verbindungen basieren auf geostationären Satelliten, die in einer Höhe von rund 36.000 km über der Erde positioniert sind. Die Abkürzung steht für Geostationary Earth Orbit. Durch diese große Entfernung zur Erde braucht der Upload und die
anschließende Rückmeldung bei dieser Technik sehr viel länger als bei allen anderen Verbindungsarten.
Relativ neu ist die LEO‑Variante, bei der die Satellitenflotte ihre Position in einer Höhe von nur etwa 600 km hat. Die Abkürzung steht für Low Earth Orbit. Damit können deutlich reaktionsschnellere Verbindungen realisiert werden. Stand Herbst 2026 ist mit dieser Technik nur der Anbieter Starlink des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk am deutschen Markt. Konkurrenz in Form von Amazon Leo und Eutelsat OneWeb ist aber bereits angekündigt.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Standard Definition Television, also "normal auflösendes" Fernsehen. Da heute praktisch alle Fernsehprogramme in
HD‑Qualität ausgestrahlt werden und die meisten Haushalte über entsprechende Empfangsgeräte verfügen, darf SD als veraltet gelten. Trotzdem hat der Standard noch eine Bedeutung, weil die meisten privaten Programme nur gegen zusätzliches Entgelt in HD angeboten, aber unverschlüsselt nur in SD gesendet werden. Wer über SAT oder Kabel nur frei empfangbare Programme schaut, der sieht ProSieben, RTL, SAT.1 & Co. daher nur in SD‑Qualität. Die letzten öffentlich‑rechtlichen SD‑Ausstrahlungen wurden dagegen im Jahr 2025 eingestellt.
Die Bildauflösung beträgt normalerweise 720 x 576 oder 768 x 576 Pixel. Vereinzelt werden geringere Auflösungen verwendet. Die Bilder werden "interlaced" übertragen. Bei diesem Zeilensprungverfahren wird das Vollbild in zwei Halbbilder aufgeteilt, bei denen die ungeraden und die geraden Zeilen nacheinander dargestellt werden. Das grundlegende Verfahren wurde schon 1920 entwickelt und sollte das Bildflimmern auf alten Röhrenfernsehern reduzieren. Zudem wird damit Bandbreite eingespart. Oft wird für solche Übertragungen das Kürzel "576i" verwendet.
◄ Zurück zur Vorseite - Früher war oft schon ein Zusatzgerät nötig, wenn man z. B. SAT‑Empfang realisieren oder digitale Sender empfangen wollte, wenn der Fernseher selbst dafür noch nicht ausgestattet war. Das ist heute meist nicht mehr so, weil moderne Fernseher alle DVB‑Varianten als Empfangsteil (Tuner) eingebaut haben. Dennoch kann das vorhandene Gerät möglicherweise noch nicht selbst streamen oder die benötigte App fehlt. Auch dann helfen Zusatzgeräte, die einfach an einen HDMI‑Anschluss gestöpselt werden. Web‑TV‑Anbieter bieten dafür oft auf den eigenen Dienst optimierte Boxen und (meist leicht abgespeckte) Sticks an. Es gibt sogar
IPTV‑Dienste, die die Nutzung von bestimmten Boxen voraussetzen, wie bei einigen Vodafone Kabelleistungen oder bestimmten Sky Abos.
Als Oberbegriff für solche Beistellgeräte zum Aufstellen mit Empfangsteilen, Entschlüsselungen, Recorderfunktionen oder Streamingmöglichkeiten hat sich die Sammelbezeichnung Set‑Top‑Box etabliert. Solche Boxen bieten meist mehr Leistung, Rechenpower bzw. Zusatzausstattung als die günstigeren Sticks, die sich in der Regel direkt hinter dem Fernseher an einem HDMI‑Port befinden. Oft werden solche Boxen und Streaming‑Sticks auch direkt von
OTT‑TV‑Anbietern für den eigenen Dienst vermarktet.
◄ Zurück zur Vorseite - In fast allen heute buchbaren Internettarifen ist auch die klassische Sprachtelefonie enthalten. Bei sehr günstigen Discounterangeboten oder Prepaidkarten können die Telefonminuten einzeln nach Verbrauch berechnet oder es kann gegen Aufpreis eine Flatrate dazu gebucht werden. In den meisten Tarifen ist jedoch eine Telefon‑Flatrate und bei Mobilfunk meist auch eine SMS‑Flatrate dabei, so dass alle abgedeckten verbrauchten Minuten bzw. Nachrichten mit dem Pauschalbetrag abgegolten sind. Allerdings gibt es verschiedenste Arten von Flatrates, du solltest also die genauen Bedingungen in der Tarifbeschreibung beachten.
Bei vielen Festnetzangeboten ist auch nur eine Festnetz‑Flatrate enthalten, so dass Anrufe in die deutschen Mobilfunknetze trotzdem einzeln abgerechnet werden. Das wird häufig mit rund 20 Cent pro angefangener Minute berechnet. Nur wenn im Tarif ausdrücklich auch eine Flatrate in die deutschen Mobilfunknetze vereinbart ist, werden diese Kosten vermieden.
Dagegen ist bei den meisten Mobilfunktarifen eine "All‑Net‑Flat" dabei. Das bedeutet in der Regel, dass alle Gespräche zu deutschen Festnetzanschlüssen und in die deutschen Mobilfunknetze von der Pauschalsumme abgedeckt sind. Anrufe ins Ausland sind allerdings fast nie inklusive, hier erfolgt dann wiederum eine Abrechnung nach Minuten, wobei die Kosten je nach Zielstaat und Art des Anschlusses (Festnetz oder Mobil) unterschiedlich sein können. Niemals von einer Flatrate abgedeckt sind Anrufe zu Sonderrufnummern wie 0180, 0137, 0138, 0700, 0900 und weitere, sowie Auskunftsdienste. Zu deren Berechnung wie auch zu den Auslandstarifen gibt die Preisliste des gebuchten Tarifs Auskunft.
◄ Zurück zur Vorseite - Moderne TV‑Satelliten arbeiten mit zahlreichen Transpondern. Jedem Transponder ist eine Trägerfrequenz zugeordnet. Eine Erdfunkstelle sendet Datenströme mit TV- und Radiosignalen sowie Zusatzdiensten an einen geostationären Satelliten. Der Transponder empfängt die Daten und strahlt sie wieder auf die Erde ab. Eine geeignete Antenne ("SAT-Schüssel") mit Sichtverbindung zum Satelliten empfängt das Signal als
Multiplex auf dieser Frequenz. So können alle Muxe einer Orbitposition empfangen werden. So gut wie alle deutschsprachigen Programme werden auf der Orbitposition 19,2° Ost des Betreibers SES Astra über mehrere Satelliten ausgestrahlt. Manche Spezialantennen können sogar die Signale mehrerer benachbarter Orbitpositionen einfangen. Das Gegenstück zum "Transponder" auf Empfängerseite ist bei Kabel- und Antennenempfang der "Kanal", auf dem der Multiplex ins jeweilige Netz eingespeist wird.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Ultra High Definition Television. Die Bildauflösung dieses Standards ist mit 3840 x 2160 Pixel vier Mal so hoch wie bei Full‑HD. Deshalb wird er oft auch als "4K" bezeichnet. Die deutschsprachigen UHD‑Ausstrahlungen sind bis auf das Tagesprogramm des Kanals UHD1 by Astra verschlüsselt und somit kostenpflichtig. Zudem werden die UHD‑Angebote von RTL und Pro7Sat1, wie auch die Sky UHD‑Stationen, als Ereigniskanäle betrieben, über die nur ausgewählte Inhalte in UHD ausgestrahlt werden. Während sendefreier Zeiten ist jeweils nur eine Hinweistafel zu sehen.
Anders ausgedrückt: UHD spielt beim linearen Fernsehen in Deutschland kaum eine Rolle. Im Streamingbereich gibt es den einen oder anderen Anbieter, der auch UHD‑Material zum Abruf bereit hält. Diese Beiträge sind in der Regel allerdings nur bei Buchung eines entsprechenden Tarifs verfügbar, der mit Extrakosten verbunden ist. Voraussetzung ist zudem ein sehr schneller Internetzugang. Dagegen sind fast alle heute verkauften TV‑Geräte UHD‑tauglich und stellen alle gängigen Standards bestmöglich dar.
Darüber hinaus berichten nicht wenige Menschen, dass sie den Unterschied zwischen
Full‑HD und UHD auf mittleren Bildschirmgrößen und bei einem üblichen Betrachtungsabstand kaum wahrnehmen, ganz anders als beim Sprung von SD auf HD. Das gilt erst recht, wenn kein direkter Vergleich zur Verfügung steht. UHD lohnt sich im Grunde also nur bei sehr großen Bildschirmen und unter optimalen Betrachtungsbedingungen.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung steht für Ultrakurzwelle. Mit diesem Standard werden
analoge Radioprogramme terrestrisch, also "erdgebunden" ausgestrahlt. Diese sind ohne großen Aufwand über Antenne zu empfangen. Jedoch muss aufgrund der analogen Sendetechnik jedes Programm in jeder Region über eine eigene Sendeanlage und Frequenz verbreitet werden, was einen sehr hohen Frequenz- und Energieverbrauch nach sich zieht. Sendeanlagen, die in benachbarten Regionen ein identisches Programm ausstrahlen, können (im Gegensatz zu den digitalen
DABplus Sendeanlagen) nicht synchronisiert werden, so dass sie sich auf der selben Frequenz gegenseitig stören würden. Der Sendestandard gilt deshalb als veraltet.
Diese Art der Ausstrahlung ist sehr ineffektiv und ermöglicht den Empfang nur weniger starker und somit störungsarmer Sender. Das benachteiligt Anbieter, die später auf den Markt gekommen sind und sich mit schwachen Sendesignalen begnügen müssen, falls überhaupt, da das Frequenzband als überfüllt gilt. Die Folgen sind Stereorauschen und schwankender Empfang in Fahrzeugen. Trotzdem hat der Standard noch eine große Bedeutung, weil es unzählige, teilweise sehr simple Empfangsgeräte gibt, die weiterhin einfach aus Gewohnheit (oft als
"Dudler") genutzt werden.
Abgeleitet von der verwendeten Frequenzmodulation hat sich als Synonym für UKW auch das Kürzel "FM" durchgesetzt, das somit ebenfalls für die veraltete Analogübertragung steht. Im Kabelnetz des Anbieters Vodafone, in dem Radioprogramme früher ebenfalls auf UKW eingespeist waren, wurde mit der Analogabschaltung bis 2019 auch der UKW‑Hörfunk beendet und durch digitale Einspeisungen im
DVB‑C‑Format ersetzt.
◄ Zurück zur Vorseite - Ein Phänomen, dass insbesondere Internetradio‑Hörern öfter begegnet, sind die Werbespots, die direkt nach dem Ein‑ bzw. Umschalten auf eine andere Station häufig ausgespielt werden, noch bevor der angewählte Stream ertönt. Warum das so ist? Weil man es kann. Da durch das Umschalten ein anderer Stream beim Aggregator angefordert wird, ist es für den Dienstleister leicht, bei dieser Gelegenheit erst einmal eine kleine Werbepause zu Gehör zu bringen, wo der Nutzer den Service doch kostenlos erhält. Natürlich kann es durchaus sein, dass danach auf dem Privatsender gerade reguläre Werbung im Programm läuft. Auch Gratisnutzer von Youtube kennen diesen Effekt, z. B. wenn das Video gestartet oder gewechselt wird.
Bei echten Rundfunkaussendungen (z. B. DVB und DAB) ist das dagegen technisch nicht möglich, weil die Sendungen an alle Empfänger identisch ausgespielt werden und die Standards nicht registrieren können, ob und wann ein einzelner Empfänger zu‑, um‑ oder abschaltet.
◄ Zurück zur Vorseite - Die Abkürzung VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line, was die heute übliche Anschlussart an das Internet über das klassische Telefonnetz darstellt. Mit dieser Reihe von Standards werden Daten mit hohen Übertragungsraten über einfache Kupferleitungen gesendet und empfangen, die früher als "Telefonanschluss" dienten.
Vectoring ist eine Erweiterung von VDSL, mit der die Übertragungsgeschwindigkeiten nochmals gesteigert werden, um über das eigentlich veraltete Kupfer‑Leitungsnetz heute benötigten Speed anbieten zu können. Dennoch kann der Standard nicht so hohe Geschwindigkeiten wie
Kabel‑Internet erreichen; einem
Echten Glasfaseranschluss ist er ohnehin deutlich unterlegen.
Die Abkürzung ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line, in Deutschland oft einfach "DSL" (Digital Subscriber Line, Digitaler Teilnehmer-Anschluss) genannt. Solche älteren DSL‑Anschlüsse ohne Tempoaufrüstung sind deutlich langsamer in der Datenübertragung und gelten deshalb als veraltet.
◄ Zurück zur Vorseite■ Zurück zur Willkommenseite