Radio über Antenne
Standards:
DAB+,
UKW
Das Radio ist bei vielen immer noch das meistgenutzte Medium. Sich morgens rasch informieren, was so über Nacht passiert ist. Die tägliche Arbeit mit passender Radiomusik begleiten lassen, die abendliche Mahlzeit mit Soundbegleitung angenehmer machen. Auch wenn man heute im Internet zigtausende Radiostationen hören kann, ist es erfrischend einfach und schnell, nur mal eben das klassische Radiogerät einzuschalten. Dafür braucht es weder eine Internetverbindung, noch ein Smartphone. Daher hast du auf diesem Weg auch keinen Verbrauch von Datenvolumen.
Allerdings ist die Radiowelt als einziges Unterhaltungsmedium noch nicht vollständig digitalisiert und daher zweigeteilt. Um von den Vorteilen des digitalen Radios profitieren zu können, solltest du ein DAB+‑fähiges Gerät anschaffen, falls das nicht schon vorhanden ist. Wenn ja, dann prüfe bitte, ob auch wirklich der "DAB"‑Bereich aktiviert und nicht etwa noch "FM" ausgewählt ist. Nur so bekommst du die große, rauschfreie Programmvielfalt!
Erstmals im digitalen Antennenradio wurden auch bundesweit ausstrahlende Privatprogramme zugelassen. Zuvor gab es nur landesweite Anbieter, die jeweils für ein Bundesland zuständig sind. Das erhöht die Auswahl an Programmen und Genres deutlich. Neben den regionalen Angeboten gibt es dafür zwei voll belegte
"Bundesmuxe", die das Digitalradio mit Programmen zu verschiedenen definierten Hörerinteressen ergänzen und bereichern.
Hier ist die Auflistung der Stationen. Das Sternchen (*) steht für ein öffentlich‑rechtliches Programm, alle anderen sind private Anbieter.
Der 1. Bundesmux (praktisch überall in Deutschland zu empfangen)
- Deutschlandfunk (*)
- Deutschlandfunk Kultur (*)
- Deutschlandfunk Nova (*)
- Deutschlandradio Dokumente & Debatten (*)
- Absolut relax (Entspannte Musik)
- Energy (Aktuelle Hits)
- ERF Plus (Religiöses)
- Klassik Radio (Klassik)
- Radio Bob! (Rock)
- Radio Horeb (Religiöses)
- Schlagerparadies (Schlager)
- Schwarzwaldradio (Klassische Hits & Oldies)
- Sunshine Live (Electronic)
Der 2. Bundesmux (fast überall in Deutschland zu empfangen)
- 80s80s (1980er Jahre)
- 90s90s (1990er Jahre)
- Absolut BELLA (Schlager & Oldies)
- Absolut Classics (1970er bis 90er)
- Absolut Germany (Aktuelles aus Deutschland)
- Absolut HOT (Aktuelle Hits)
- Absolut TOP 2000er (2000er Jahre)
- AIDAradio (Musik & Reiseberichte)
- Ballermann Radio (Partymusik)
- Beats Radio (Deep House & Indie Dance)
- Brillux Radio (Musik & Heimwerkerthemen)
- Nostalgie (1970er bis 90er)
- [80er 90er] Oldie Antenne (1960er bis 90er)
- Rock Antenne (Rock)
- RTL Radio (1980er bis heute)
- TOGGO Radio (Programm für Kinder)
Neben diesen bundesweit angebotenen Bouquets gibt es via DAB+ in jedem Bundesland Multiplexe mit den regional zuständigen ARD Radios, oft aufgeteilt in mehrere Lokalversionen. Dazu kommt in den meisten Regionen mindestens ein Mux mit privaten und offenen Radiostationen. An grenznahen Standorten können je nach Empfangsbedingungen zusätzlich Ensembles aus der Nachbarregion empfangbar sein. Es kann sich lohnen, mit der Empfangsprognose über die Postleitzahl alle verfügbaren Stationen zu suchen und eine sorgfältige Antennenausrichtung und Standortsuche vorzunehmen.
UKW‑Empfang
Die vielen vorhandenen reinen UKW‑ bzw. FM‑Geräte werden so schnell nicht arbeitslos. Du solltest dir aber bewusst machen, dass du damit etliche Nachteile in Kauf nimmst. Keine Chance auf etwas Neues und große Auswahl; nur der altbekannte
"Dudelfunk" ergänzt die Grundversorgung. Die Suche nach weiteren Sendern versinkt oft im Stereorauschen. Und wer kennt nicht das Problem, dass im Auto ausgerechnet am Haltepunkt vor der roten Ampel plötzlich [ggrrrzzppsss] aus dem Lautsprecher kommt, wo eben noch sauberer Empfang war. Ist der LKW schuld oder doch das Hochhaus?
Fazit: Wer etwas auf sich hält, hört heute digital, wann immer es möglich ist. Digitalradios gibt es schon für sehr kleines Geld. Sogar das geliebte Radiogerät oder die gute Stereoanlage kann ganz einfach mit einem Radioadapter nachgerüstet werden. Auf das alte Gerät gestellt und angeschlossen, bietet er nicht nur DAB+‑Empfang und oft Internetradio, sondern plötzlich ist das Radio sogar fernbedienbar und hat ein Display mit Titelanzeige. Und der Klang des alten Gerätes bleibt. Schnell stellst du fest, dass du UKW eigentlich gar nicht mehr brauchst.
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