Fernsehen über Antenne

Standard: DVB‑T2

Der klassische terrestrische (also erdgebundene) Fernsehempfang über eine einfache Antenne ist fast ein wenig in Vergessenheit geraten, und das ist verständlich. Schließt man nämlich einfach mal eine Antenne an den Fernseher an und macht den obligato­rischen Sendersuchlauf, dann stellt man trotz sauber ausgerichteter Antenne fest, dass nur rund 15 öffentlich-rechtliche Programme sowie bestenfalls BibelTV und noch ein paar Shoppingsender zu empfangen sind. Die Einträge der privaten Anbieter in der Senderliste bleiben entweder schwarz oder sind gar nicht vorhanden.

Der Grund dafür ist einfach: Die meisten Privatprogramme sind via Antenne nur in Ballungsgebieten und dort nur in HD vertreten. Und da ProSieben, RTL, SAT.1 & Co. für den HD‑Empfang Geld verlangen, sind sie verschlüsselt. Um die Anzahl der empfangbaren Programme also auf immerhin rund 40 (wenn in der Liste angezeigt, ohne Internet‑basierte Programme) zu steigern, muss man diese über den Anbieter FreenetTV buchen und benötigt z. B. ein entsprechendes Modul oder einen Receiver mit integrierter Entschlüsselungstechnik.

Wenn die recht wenigen Programme am Einsatzort aber ausreichen, entstehen für die frei empfangbaren Programme keine monatlichen Kosten, man spart sich die aufwändige SAT‑Installation, die Bildqualität ist immer so gut wie vom Veranstalter zur Verfügung gestellt, die Latenzzeit ist gering und die Technik funktioniert selbst dann, wenn es am Empfangsort kein Internet gibt. Von der Zimmerantenne bis hin zur aktiv verstärkten Flachantenne für den Außenbereich gibt es zahlreiche Lösungen. Hier muss man je nach örtlichem Bedarf ausprobieren.

Ergänzt wird die Senderliste durch eine Reihe Internet‑basierter Programme, wenn der Empfänger das unterstützt. Diese sind an dem Zusatz "Internet" oder "connect" zu erkennen. Vorteil ist, dass auch diese Stationen in der einheitlichen Programmliste integriert sind und diese auf immerhin gut 80 Programme füllt. Der Empfang dieser Sender gelingt aber natürlich nur mit verbundenem Highspeed‑Internet.

Fazit: Wichtig ist, immer zuerst den Empfangscheck im Internet zu machen und sich die Details zur Empfangbarkeit vor Ort auf der Karte anzuschauen, damit der TV‑Empfang gelingen kann. Dann bekommst du im Erfolgsfall eine preisgünstige und einfach zu installierende TV‑Lösung für den Grundbedarf. Die Methode eignet sich somit insbesondere für Zweitgeräte, Gartenhäuschen & Co. Natürlich kann der TV‑Empfang auch mit Streaming kombiniert werden, wenn eine schnelle Internetverbindung verfügbar ist.

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