Internet über Glasfaseranschluss
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FTTH
Dem Echten Glasfaseranschluss gehört die Zukunft, weil die Technologie speziell für schnellste Datenübertragungen mit Lichtsignalen errichtet wird. Sie ermöglicht nicht nur die höchsten Übertragungsraten aller Technologien und symmetrische Anschlüsse, bei denen Up- und Downloadgeschwindigkeiten gleich schnell sind. Sie ist auch erheblich störresistenter, da Glas elektrisch nichtleitend ist und elektrische Störeinstrahlungen somit ausgeschlossen sind. Der Netzbetrieb ist zudem energieeffizienter und es werden deutlich weniger aktive Verstärkerpunkte gebraucht als bei VDSL- und Breitbandkabelnetzen.
In immer mehr Regionen wird Glasfaser in die Wohngebiete verlegt. Wer noch keinen solchen Anschluss direkt in seiner Wohneinheit hat, dem wird im Rahmen der Erschließung oft angeboten, schon vor dem Ausbau oder auch während des Ausbaus einen Vertrag über die Versorgung mit Glasfaser abzuschließen, um direkt ab dem Start dabei zu sein. Grund dafür ist, dass die Anbieter eine gewisse Vertragsquote (meist um die 30%) der betroffenen Haushalte benötigen, damit der Ausbau in die jeweiligen Gebäude wirtschaftlich ist. Dafür werden die Erschließungskosten von vielen Anbietern übernommen oder stark reduziert.
Hier liegt allerdings auch das Dilemma. Wer schon einen relativ schnellen Internetzugang über eine kupferbasierte Technik z. B. mit 100 MBit
via VDSL hat, tut sich in Deutschland oft schwer, sich für etwas anderes zu entscheiden. Für heutige Bedürfnisse in Privathaushalten reichen diese Geschwindigkeiten meist aus und die Menschen sind zufrieden. Ein weiteres Hindernis sind Vermieter von ganzen Mehrfamilienhäusern oder Quartieren, die vermeidbare Bauarbeiten oder auch den Verwaltungsaufwand scheuen. Wenn diese den Glasfaserausbau verweigern, wird es mit dem Anschluss für einzelne Mieter schwierig oder sogar unmöglich.
Dabei wird aber leider das Zukunftspotential des Echten Glasfaseranschlusses außer acht gelassen. Der Datenhunger wird in Zukunft durch neue Anwendungen rasant zunehmen. Als Beispiele seien nur mal Virtual Reality und die Telemedizin genannt. Wenn der LWL‑Anschluss (Lichtwellenleiter) erst einmal in den Wohneinheiten liegt, steigert das quasi automatisch den Wert der Immobilie. Es macht sich bei einem Verkauf oder einer Neuvermietung immer gut, wenn in der Ausstattungsliste der "Echte Glasfaseranschluss" steht. Zudem hat man nach der Mindestvertragslaufzeit mit dem Netzerbauer in der Regel die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln und über den selben Anschluss einen anderen, vielleicht preisgünstigeren, Vertragspartner zu wählen.
Fazit: Wer einen Glasfaseranschluss in den eigenen vier Wänden hat, ist perfekt für die Datenzukunft gerüstet. Für Mehrpersonenhaushalte, in denen regelmäßig gestreamt, High‑End‑Games gezockt und Homeoffice betrieben wird, werden oft sowieso 40 Euro und mehr pro Monat fällig. Dann ist ein Glasfaseranschluss meist auch nicht teurer als eine Kupfervariante. Discountertarife für den Singlehaushalt sind dagegen vorerst nicht zu erwarten. Hier kann die Entscheidung für einen günstigen Kupfer- oder Mobiltarif und gegen die Glasfaser sinnvoll sein.
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